Gruppentherapie

Aus eigener Erfahrung bin ich eine große Befürworterin der Kombination von Einzel- und Gruppentherapie und erlebe, wie positiv sich beide Settings ergänzen.
Aktuell biete ich zwei Gruppenformate an: eine
ADHS-fokussierte Gruppe sowie eine interaktionelle, anliegenoffene Gruppe mit Fokus auf Soziale Ängstlichkeit, Selbstregulation, Bindung, Beziehungen und Werte.


Vogelschwarm_Gruppenkohäsion_Gruppendynamik Zusammenarbeit, Kohäsion, Gruppe als lebendiges System

Schwerpunkte & Themen der Gruppentherapie

1. ADHS - fokussierte Gruppe

Donnerstags 17:00 - 18:40


Die Gruppe richtet sich an Erwachsene mit diagnostizierter ADHS oder einer fachlich begründeten ADHS-Verdachtsdiagnose. Im Mittelpunkt stehen ein besseres Verständnis der eigenen Symptomatik sowie der konkrete Umgang mit typischen Schwierigkeiten. 


Inhalte:


  • Aufmerksamkeit, Ablenkbarkeit und Reizoffenheit
  • Selbstorganisation, Zeitmanagement und Prioritätensetzung
  • Prokrastination und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Vorhaben
  • Motivation, Aufgabenbeginn und längerfristige Handlungssteuerung
  • Impulsivität und emotionale Überforderung
  • Emotionsregulation und Umgang mit innerer Unruhe
  • Selbstwert, Scham und wiederholte Erfahrungen des Scheiterns
  • Abgrenzung, Kommunikation und Konflikte in Beziehungen
  • Stressregulation, Erholung und Burnout-Prävention
  • Entwicklung alltagstauglicher, individueller Strategien


2. Gruppe mit dem Fokus auf soziale Ängste,  Selbstwertthematik, Beziehungen und Bindung

Freitags 16:00 - 17:40


  • Selbstkompetenz: Selbstbeziehung, Emotionsregulation, Selbstfürsorge, Abgrenzung, Selbstwert, Selbstwirksamkeit
  • Beziehungskompetenz: Bindung und Beziehungen, Nähe–Distanz, emotionale Separation, Kommunikation, Konfliktmanagement
  • Soziale Ängste*, soziale Addiction
  • Resilienz und Gesundheit
  • Stress, Burnout, Work-Life-Balance
  • Trennung, Verluste und Trauer
  • Einsamkeit
  • Werte und Sinn

* Arbeit bei sozialer Ängstlichkeit: In einem sicheren Rahmen können soziale Situationen schrittweise erprobt werden (z. B. Gesprächsführung, Grenzensetzung, Sichtbarkeit). Auf Wunsch ist auch strukturiertes Video-Feedback möglich. Die kurzen Sequenzen werden ausschließlich zu therapeutischen Zwecken aufgenommen, gemeinsam ausgewertet und dienen dazu, verzerrte Selbstwahrnehmungen zu korrigieren und realistische, stärkende Erfahrungen zu verankern.


Rahmen und Struktur

  • Ort: in der Praxis (Berlin-Weißensee)
  • ADHS - Gruppe: Donnerstags 17:00 - 18:40
  • Anliegen-offene Gruppe: Freitags 16:00 - 17:40
  • Gruppengröße: 4–9 Teilnehmende.
  • Format: Format: halb-offene Gruppe: festen Blöcke (z. B. 12 Termine). Bei Ausstieg Teilnehmende rücken neue Teilnehmende nach.
  • Ablauf: Erstgespräch (Passung, Ziele, Rahmen), Antrag auf Kostenerstattungsverfahren, 2-4 probatorische Einzelgespräche (Stabilisierung, Zielklärung, Vorbereitung), 48 Therapieeinheiten: Gruppensitzungen je 100 Min., begleitende Einzelgespräche je 50 Min.
! Wichtige Hinweise
Diese Gruppe ist nicht geeignet bei akuter Suizidalität, akuten psychotischen Symptomen oder schwerer Abhängigkeit. In solchen Fällen ist zunächst eine engmaschige Einzelbehandlung bzw. Krisenhilfe erforderlich.
I
n der Gruppe gilt Vertraulichkeit. Alle Teilnehmenden verpflichten sich, keine Inhalte aus der Gruppe nach außen zu tragen.


Mehrere Hände liegen übereinander – Symbol für Gemeinschaft und Verbindlichkeit in der Gruppentherapie Gemeinsam tragen, gemeinsam wachsen – Veränderung entsteht im Kontakt mit anderen.




Zwei Hände nähern sich an – symbolische Darstellung von Kontakt und Beziehung in der Gruppentherapie Kontakt aufnehmen, Beziehung erleben und im Miteinander neue Erfahrungen machen.



Ablauf und Methoden

1. Check-in: Eisbrecher und Kennenlernrunde


2. Themen- und Anliegensammlung, Resonanzbrett (was bewegt, berührt, irritiert mich?)


3.  Themen- und Anliegenarbeit durch:

  • offenen Austausch
  • Gruppenübungen zu aktuellen Anliegen
  • Reinszenierungen verschiedener Themen und Situationen
  • Genogrammarbeit
  • Training der Sozial- und Kommunikationskompetenz
  • Wertearbeit
  • Problem-Lösungs-Analysen (PELZ-Modell)
  • Skulpturarbeit und Aufstellungsformate (System-, Themen- und Familienaufstellungen; Arbeit mit Stellvertretern aus der Gruppe; mit Figuren/Markern oder im Raum)
  • Arbeit mit Anteilen (z. B. Inneres Team, Ego-State, IFS; Transaktionsanalyse: Kind-Erwachsen-Eltern-Ich)
  • Gesundheitscoaching: Stress- und Ressourcenmanagement, Konfliktkompetenz- und Problemlösetraining, Achtsamkeit, Entspannungstechniken
  • hypnosystemische „Reisen”
  • begleitende Feedbackarbeit (wertungsfrei, ressourcenorientiert)
  • emotionsfokussierte Arbeit (angelehnt an EFT)
  • prozess- und erlebensorientierte Methoden (Timeline, Imaginationsarbeit wie sicherer Ort, Ressourcenort, Zukunftsbild, Focusing, ...)
  • problemfokussierte Techniken wie Externalisierung, Stühlearbeit und Arbeit mit Narrativen
  • und natürlich die Psychoedukation bei Bedarf

4. Abschlussrunde



Wirkung & Wirksamkeit der Gruppe

Die Gruppe als ein lebendiges, dynamisches System und facettenreiche Projektionsfläche für eigene innere Phänomene verstärkt Resonanzen  und intensiviert die Reaktivierung innerer Prozesse und Muster häufig wirkungsvoller als ein Einzelsetting. Sie bietet die Möglichkeit, verschiedene Ideen und Impulse für die eigenen Anliegen zu erhalten, die eigenen Muster in den Reaktionen und Darstellungen anderer zu erkennen sowie neue Perspektiven und Einsichten zu gewinnen.  Darüber hinaus können wiederkehrende Muster im Kontakt mit anderen im hier und jetzt sichtbar gemacht, reflektiert und in adaptivere Bewältigungsstrategien überführt werden.

Das Feedback und die unterschiedlichen Sichtweisen der anderen helfen uns, die eigene Selbstwahrnehmung zu schärfen und festgefahrene, selbstbezogene Bewertungen zu relativieren, während eine einfühlsame, bewusst nicht wertende Unterstützung und Ermutigung durch die anderen unsere zwischenmenschlichen und selbstbezogenen Kompetenzen stärkt: Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstmitgefühl stabilisieren und stärken die Bindung nach außen und nach innen und machen es leichter, neue Schritte im Alltag auszuprobieren.


Gruppentherapie, Commitment, Gruppenkohäsion Durch Gruppenkohäsion Bindung reparieren, Commitment stärken, Hoffnung vermitteln



Hund auf dem Teppich, Familienaufstellung Familienaufstellung, Systemaufstellung, Inneres Team



Meine Erfahrungen als Gruppentherapeutin

  • 300 Stunden Gruppenselbsterfahrung (SIA Berlin, Psychologische Hochschule Berlin).
  • 120 Stunden Gruppenbehandlungen in der Psychotherapeutischen Ausbildungsambulanz der Psychologischen Hochschule Berlin, unter 30 ST. Supervision .
  • 90 Stunden Gruppenpraxis im klinischen Kontext (AHG Klinik Waren, MEDIAN), unter Supervision:

• Gruppen zur Stressbewältigung
• Problemlösungsgruppen
• Depressionsbewältigungsgruppen
• Skillsgruppen nach DBT


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